Projekt und Gesamtziel

Verbundprojekt DEBBI: Diskontinuierliche Erwerbsbiografien als Innovationschance – Erschließung der Potenziale innovativer Älterer durch Gestaltung betrieblicher Innovationssysteme 

Förderkennzeichen: 01HH11052-54
Laufzeit: 11/2011 - 04/2015

DEBBI ist ein durch das BMBF und die EU / ESF gefördertes Verbundprojekt im Programm: "Arbeiten – Lernen – Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" im Förderschwerpunkt: Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel.

Innovation auf allen Bezugsebenen gesellschaftlicher Realität gilt als wesentlicher Aspekt der Wettbewerbsfähigkeit moderner Gesellschaften. Noch immer wird Innovationsfähigkeit zunächst mit Jugend assoziiert. Auf politischer und unternehmerischer Seite wird deshalb auf Grund der demografischen Situation ein Rückgang von Innovationsfähigkeit und Kreativität bei den Beschäftigten befürchtet, was eine starke Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland mit sich bringen würde.

Gesamtziel des Projektes ist es, am Beispiel der IT-Branche und ihren speziellen, durch Diskontinuitäten geprägten Arbeits- und Innovationsbedingungen, die individuellen, betrieblichen und gesellschaftlichen Faktoren für Erfolg und Scheitern von innovativen Älteren zu untersuchen und auf der Basis der Ergebnisse neu zu gestalten. Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse sollen unternehmerisch nutzbare Gestaltungsinstrumente entwickelt werden, die das Innovationspotenzial diskontinuierlich Beschäftigter analysieren und allgemein nutzbar machen.

Das Verbundprojekt besteht aus zwei wissenschaftlichen (FIAP und IPP) und einem Praxisprojekt (adesso AG und gaus gmbh). Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse sollen im Praxisprojekt unternehmerisch nutzbare Gestaltungsinstrumente und Tools entwickelt werden, die den Unternehmen helfen, neue Kompetenzcluster aufzudecken und neu zu verbinden, um so brachliegende Potenziale für die Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel verfügbar zu machen. Hauptuntersuchungs- und Gestaltungsfeld ist Deutschland. Zusätzlich sollen in drei europäischen Nachbarländern mit einer ähnlichen demografischen Ausgangslage Untersuchungen zu den individuellen Innovationspotenzialen älterer, diskontinuierlich Beschäftigter und zu Konzepten von IT-Unternehmen zur Nutzung der Innovationspotenziale durchgeführt und vergleichend gegenüber gestellt werden. Auf allen Ebenen ist die Untersuchung immer an Innovationspotenzialen und nicht an Innovationsdefiziten älterer Beschäftigter orientiert und achtet speziell auf Kompetenzen, die sich durch nichtlineare Berufsbiografien ergeben. Dabei sollen die im Praxisprojekt entwickelten Tools helfen, 'rote Fäden' der Kompetenzentwicklung in Erwerbsbiografien aufzuspüren und weiter zu führen.